Unfall und was nun?

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es ist geschehen, nun steht man vor den Scherben. Es ist nicht gar zu schlimm und man muste auch nicht sterben.
Doch wie geht man damit um?

Es war der 02.04.2008, froh gelaunt und zur Arbeit bereit, machte ich mich auf den Weg.
Die Maschine, meine Honda Pan Europan, mußte noch betankt werden und dann hatte ich freie Fahrt zur Arbeit...."dachte ich".

Kurz nach dem Tanken, sah ich auf der Straße vor mir, zwei Junge Burschen aus einer Seitenstraße ausfahren.
Es hatte den Anschein, dass sie den Radweg neben der Fahrbahn nutzen wollten, also gab ich ein wenig Gas.
In gleicher Höhe von mir, fiehl einem der Burschen plötzlich ein, abzubiegen und fuhr in mich hinein.
Ein lauter Knall durchbrach das leise Surren des Motors meiner Maschine und ein heftiger Schlag traf meinen Kopf.
Leicht benommen, dennoch Herr meiner Sinne, nahm ich in sekunden Bruchteile wahr, dass die Fahrbahn, in Gegenrichtung frei war und lenkte meine Maschine in den gegenüberliegenden Graben.
Abgesetzt ins Gras und auch schon irgendwie abgestiegen, von der Maschine, durchfuhren meinen Köper, Angstgefühle, Zorn, Hilflosigkeit und Wehmut.
Eine Zeugin hielt an, fragte nach meinem Wohlbefinden und war sichtlich bemüht, ihre Hilfe anzubieten. " Welch ein Glück ", dachte ich dabei und lehnte die Hilfe nicht direkt ab, bat jedoch um das Rufen der Polizei.
Gesagt getan fuhr die nette Frau los und die beiden Burschen kamen mir ebenfalls zur Hilfe. Der Junge der in mich hinein fuhr, war kreidebleich aber guter Dinge und entschuldigte sich sofort bei mir, "bitte ich habe sie nicht gesehen, ich hätte weiter nach hinten sehen müssen".

" kann passieren", sprach ich tröstend zu ihm, dabei spürte ich, wie ich am ganzen Körper zitterte. In meinem Kopf hämmerte es plötzlich, wie als wenn tausend Männer einen Holzzaun errichteten.
Kurze Zeit darauf, es mögen etwa 5 Minuten gewesen sein, traf die Polizei ein.
"Haben Sie was getrunken?", "wie ist was passiert?", "Fahrzeugschein, Führerschein und Ausweis bitte". Diese Frage erzürnte mich ein wenig, dennoch scheint es so üblich zu sein und man muss nicht danach fragen ob es einem Gut geht oder nicht.

Mit zitternden Händen, kramte ich in meinen Taschen, um dem Herrn Wachtmeister, meine Papiere zu geben.
Ich fand sie in meiner Brusttasche und händigte sie dem Polizisten aus. Wärend dieser die Daten Aufnahm, machte ein weiterer Polizist Fotos vom Unfallort und den beiden Fahrzeugen. Endlich fragte der Polizist, der meine Papiere hatte, ob er einen Krankenwagen holen solle, welches ich beja´te, da es mir zunehmend schlechter ging.

Geistig alles wahrnehmend, beobachtete ich wie die Zeugin ihre Daten angab, der Bursche, der mich angefahren hatte ebnfalls. Der Krankenwagen kam mit Blaulicht an den Unfallort und der Sanitäter kümmerte sich gleich um mich.
"Was tut ihnen weh?", wo tut es Ihnen weh?", wie ist es geschehen?", nach und nach beantwortete ich diese Fragen, so gut ich konnte. Ich bekam noch mit, dass die Polizei einen Abschleppwagen herbeirief und dann fuhren wir auch schon los. Der Bursche der mich angefahren hatte wurde ebenfalls, zur Sicherheit, mit zum Krankenhaus gefahren, dort wurden wir auch schon von Rettungsärzten, erwartet und empfangen. Mein Knie und mein Kopf und Nacken wurden zur Sicherheit geröntgt. Gott sei Dank wurden keine Knochenbrüche oder schwerwiegende Verletzungen festgestellt.
Auch der Bursche, wurde nach kurzem Durchleuchten und ohne Befund, bald wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Nun, einen Tag danach, meine Kopfweh bringen mich fast um, so sagt man doch im Volksmund, fuhr ich noch einmal zur Notaufnahme, dort wurde nachträglich noch ein CT gefertigt, welches ebenfalls, Gott sei Dank, keine Schäden an´s Licht brachten.

Nun folgte das Bemühen, um das Wiederinstandsetzen meiner Maschine. Bei der Abschleppfirma stellte ich fest, dass doch Einiges in die Brüche gegangen war und der Sachverständige, einige Tage später davon berichtet, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen wirtschaftlichen Totalschaden handeln werde. Dies traf mich wie ein weiterer Schlag in mein Hirn. "Was soll nun werden?", "wieso gibt man mir keinen gleichwertigen Ersatz?", "weswegen muß ich das hinnehmen?", "kann man das Maschinchen denn nicht reparieren?" und wieso, macht man bei einem Geschädigten soviel probleme?", all diese Dinge gingen mir durch den Kopf worauf ich immer noch keine Antwort kenne.

Mittlerweile wurden die Dinge durch die Natur behoben und die Schäden an der Maschine werden gerade wieder gerichtet und ab dem 26.05.2008 werde ich wieder unter den Fahrenden sein !

Wer zahlt den Schaden?

Und wer zahlt nun den Schaden? Ist alles durch die Versicherung des anderen Fahrers gedeckt?

Alles geklärt?

Hallo Ivenhohe,

alles bestens? Alles geklärt in Zusammenhang mit dem Unfall?

lg
WebEule

Alles geklärt

Ja der Unfall ist in voller Höhe abgedeckt die Maschine fährt wieder und ich bin zufrieden mit der Wiedergutmachung, wenn es auch lange gedauert hat.

Sollte dich mehr von mir interessieren bitte walterkoeln@netcologne.de
W. Faßbender